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Sauerstoff-Notfallsysteme - Grundausstattung

Zur Grundausstattung eines Sauerstoff-Notfallsystems für Tauchunfall- und Wassersportunfälle gehören:

1. Multifunktions-Druckminderer

Der Druckminderer ist das "Herz" eines jeden Sauerstoff-Systems. Laut den Empfehlungen des European Committee for Hyperbaric Medicine (ECHM) soll die Konzentration des eingeatmeten Sauerstoffs so hoch wie möglich (am besten 100%) sein.

Ein Multifunktions-Druckminderer bietet zwei verschiedene Möglichkeiten Sauerstoff zu verabreichen:

  1. Einerseits können ein oder zwei Demandventile zur bedarfsgesteuerten Abgabe von Sauerstoff angeschlossen werden. In diesem Fall fließt der Sauerstoff immer dann, wenn der Empfänger einatmet (vergleichbar mit einem Tauchatemregler). Auf diese Weise reicht der Sauerstoff-Vorrat wesentlich länger als bei der Abgabe über Konstantfluss, da nur der Sauerstoff vom System geliefert wird, der auch benötigt wird.
     
  2. Andererseits verfügt ein Multifunktions-Druckminderer über einen Steckanschluss für Konstantflussmasken. Der Sauerstoff-Fluss kann von 0 bis mindestens 15 Liter pro Minute (15 Liter sind die Minimalempfehlung des European Committee for Hyperbaric Medicine) eingestellt werden.
Abb.: Mediline Multifunktions-Druckminderer
Abb.: Mediline Multifunktions-Druckminderer
Abb.: redOx Multifunktions-Druckminderer Der Druckminderer sollte von der Sauerstoff-Flasche abnehmbar und nicht fest mit ihr verbunden sein. Im Bedarfsfall kann er von einer leeren Flasche abgenommen und mit einer vollen Flasche weiterbenutzt werden.

Bei einem Sauerstoff-System mit einem fest montierten Druckminderer ergibt sich das Problem: Flasche alle = komplette Einheit nutzlos.

Abb. links: redOx Multifunktions-Druckminderer

 

Weitere Informationen:


2. Demandventil mit Schlauch

Das Demandventil (vergleichbar der zweiten Stufe eines Tauchatemreglers) wird am Druckminderer mit einem Mitteldruckschlauch angeschlossen (Schraubverbindung) und kann mit allen Standard-Sauerstoffmasken verwendet werden.

Laut Statistiken von DAN (Divers Alert Network) sind über 90% aller Tauchunfallbetroffenen bei Bewusstsein und atmen selber.

Für diesen Personenkreis stellt ein Demandventil mit einer gut am Gesicht abschließenden Maske die optimale Methode zur Verabreichung von Sauerstoff dar. Es können leicht 95-99.9% eingeatmete Sauerstoffkonzentration erreicht werden. Die Funktionsweise des Demandventils ist dabei sehr wirtschaftlich: Nur der tatsächlich benötigte Sauerstoff - getriggert vom Patienten  - wird verbraucht.

Das Mediline Demandventil sind dabei so ausgelegt, dass bei angeschlossenem Demandventil aber geschlossener Flasche (es kann kein Sauerstoff fließen, wenn jemand das Demandventil mit Maske aufsetzt und einatmet) das Atmen von Nebenluft möglich ist. Dies dient dazu das versehentliche Ersticken eines schwach atmenden Patienten durch Laienhelfer, die in der Aufregung vergessen die Flasche zu öffnen, zu verhindern.

Das Dräger Oxidem Demandventil lässt bei geschlossener Flasche keine Nebenluft zu. Es ist 100% dicht. D.h. wenn das Demandventil mit Maske bei geschlossener Flasche aufgesetzt wird, ist es nicht möglich zu atmen. Aus diesem Grund eignet sich das Oxidem auch unter anderem so hervorragend für den Betrieb am Beatmungsbeutel, da hier annähernd 100% Sauerstoff im Beutel erreicht werden können.

Demandventile können auch mit den meisten Beatmungsbeuteln, sofern eine entsprechende Ausbildung der Retter vorhanden ist, eingesetzt werden. Weiteres hierzu, siehe folgender Abschnitt 3. "Masken".

 

Weitere Informationen:

Abb.: Mediline O2 Demandventil

Abb.: Mediline Demandventil

Abb.: Dräger Oxidem 3000 Demandventil mit Schlauch
Abb: Dräger Oxidem Demandventil

3. Masken

Je nach gewähltem Abgang am Multifunktions-Druckminderer können die unterschiedlichsten Silikonmasken für eine Sauerstoffgabe benutzt werden.

3.1. Masken für die bedarfgesteuerte Sauerstoffgabe über Demandventil

Verunfallter Taucher atmet aus Demandventil mit Maske
Abb: Demandventil mit Silikon
Maske im Einsatz
Auf die Demandventile können beliebige Silikonmasken aufgesteckt werden, solange der Durchmesser des Anschlusses am Demandventil eine dichte Verbindung zulässt. Mit einer dicht sitzenden Maske und einem Demandventil können leicht 95-99.9% Sauerstoff in der Einatemluft erreicht werden.

Es passen zum Beispiel:

110540-laerdal-silikon-maske-gr-5-1.jpg 110401-l595060-050-lsp-trufit-silikonmaske-erwachsen-1.jpg 110420-mediline-silikonmaske-erwachsene-1.jpg
Laerdal Silikonmaske Erwachsene LSP Silikon Maske Erwachsene Mediline Silikonmaske
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Laerdal Silikonmaske Kinder LSP Silikon Maske Kinder Laerdal Pocket Maske

3.2. Bedarfgesteuerte Sauerstoffgabe über Demandventil mit Beutel oder Tubus

Abb.: LSP Beatmungsbeutel mit Dräger Oxidem 3000 Demandventil
Abb: LSP Beatmungsbeutel mit Dräger Oxidem Demandventil

Auf der Seite mit den technischen Details finden sich die genauen Angaben über die Durchmesser am Demandventil.

Weiterhin ist es möglich die Demandventile so auf Beatmungsbeutel aufzustecken, dass der Beutel beim Füllvorgang nicht Umgebungsluft einsaugt, sondern stattdessen Sauerstoff über das Demandventil.

Der Beatmungsbeutel kann wiederum mit Masken beliebiger Größe oder auch (eine entsprechende Ausbildung vorausgesetzt) mit einem Endotrachealtubus benutzt werden.

Abb. (rechts): Einsatz eines Beatmungsbeutels mit Demandventil und Tubus

Achtung: Auch hier gilt es den Anschlussdurchmesser am Demandventil zu beachten. Nicht alle Beutel passen auf alle Ventile.

Abb.: Einsatz eines Beatmungsbeutels mit Dräger Oxidem Demandventil und Tubus

3.3. Masken für die Sauerstoffgabe über den Konstantflussabgang

Abb.: Einsatz einer Beutelmaske zur Sauerstoffgabe Ein Vorteil des Multifunktions-Druckminderers ist die Tatsache, dass der Konstantflussabgang gleichzeitig mit dem bedarfgesteuerten Anschluss betrieben werden kann.

Wird bereits eine Person mit einem Demandventil mit Sauerstoff versorgt und steht kein zweites Demandventil oder kein weiteres Sauerstoff-System zur Verfügung, so kann dennoch eine zweite Person Sauerstoff über den Konstantflussabgang erhalten.

Hierzu wird lediglich eine Beutelmaske (auch: Non Rebreather Maske, Hochkonzentrationsmaske, Inhalationsmaske mit Beutel) benötigt. Je nach Dichtigkeit der Maske können bis zu rund 70% eingeatmeter Sauerstoffkonzentration erreicht werden.

 

Abb.(links): Einsatz einer Beutelmaske zur Sauerstoffgabe

 

Jeder Mensch, der einmal einen Erste Hilfe Kurs besucht hat, ist mit der Durchführung der Mund-zu-Mund Atemspende vertraut. Aufbauend auf diesem Wissen kann durch Einsatz einer Laerdal Taschenmaske (Pocket Maske) auch von Laien eine sehr effektive Mund-zu-Maske Beatmung durchgeführt werden.

Wird der Konstantflussabgang des Druckminderers mit der Laerdal Taschenmaske verbunden und zusätzlicher Sauerstoff während der Beatmung in die Maske geleitet, so können der nicht-atmenden Person bis zu 50% Sauerstoff zugeführt werden.

 

Die richtige Handhabung der verschiedenen Maskenoptionen ist auch Teil der Ausbildung zum DAN O2 Provider.

Abb (rechts): Beatmung aus der Zweihelfer-Position mit einer Taschenmaske

 

Weitere Informationen:

Abb.: Einhelfer Mund-zu-Maske Beatmung
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